Offen sein für Neues: Glaubenskurs für Gläubige, Zweifler und Skeptiker

Wie könnte oder gar müsste der christliche Glaube heute aussehen? Welche Worte bräuchte man, um die Frage nach dem Menschen und nach Gott zeitgemäß zu formulieren? Oder ist der Glaube eigentlich nur Nichtwissen, das man da benötigt, wo Lücken sind und Erklärungen fehlen? In vielen Bereichen „funktioniert“ der Glaube nicht mehr so wie man es manchmal gern hätte. Die Naturwissenschaften zeichnen ein vielfältiges Bild der menschlichen Wirklichkeiten. Die Frage nach Gott steht daher vor einer großen Herausforderung, zumal viele Erklärungsmuster und Bilder in der Gegenwart nicht mehr tragen.
Offen sein für Neues, so heißt das Motto des diesjährigen Glaubenskurses. Das bedeutet, neue Glaubenswege zu suchen, neue Gedanken zu zulassen und Gott neu zu entdecken. Das heißt aber auch, sich für neue Erfahrungen zu öffnen, bereit zu sein, auch um die Ecke zu denken, neue Glaubensbilder zu entwerfen.
Vier Abende wollen anregen, sich auf die Suche zu machen. Eingeladen sind Gläubige, Zweifler und Skeptiker. Ausgangspunkt sind immer die menschlichen Erfahrungen. Im Austausch und Widerspruch öffnen sich vielleicht neue Bilder und Sprachformen. Nach einem Impuls besteht die Möglichkeit, in die Diskussion einzusteigen. Die Abende sind in sich thematisch abgeschlossen, aber miteinander verbunden. Daher kann man auch einzelne Themen besuchen.
Folgendes Programm ist vorgesehen.
„Wenn sich der Himmel plötzlich öffnet – was ist mir heilig?“, Montag, 9. März.
„Streitfrage Gott – wer oder was ist es, wenn wir von Gott reden?“, Montag, 16. März.
„Das neue Leben – der Mensch Jesus Christus.“, Montag, 30. März.
„Zwischen abgehoben und geerdet sein – Spiritualität im Alltag leben.“, Montag, 6. April.
Jeweils von 19.30 – 21 Uhr, Gemeindezentrum St. Markus, Hagenbacher Ring 209, Schwäbisch Hall.
Referent: Pastoralreferent Wolfram Rösch
Hilfreiche Literatur:
Andreas Knapp, Melanie Wolfers, Glaube, der nach Freiheit schmeckt.
Christian Kummer, An Gott als Person glauben?