Anstößiges

Die Reihe „Anstößiges“ möchte in der Fastenzeit Anstöße zur Auseinandersetzung mit dem Glauben geben. Zugleich ist auch Anstößiges im Inhalt. Die Abende sind offen gestaltet und möchten nicht von oben herab belehren, sondern ermutigen, eigenständig im eigenen Glaubensweg voranzugehen, sich mit anderen Meinungen zu beschäftigen und auszutauschen. Das kann auch bedeuten, Korrekturen bei der eigenen Überzeugung vorzunehmen. Vor allem möchte Anstößiges dabei helfen, die Leben schenkende Kraft und Freiheit des Glaubens zu entdecken.

Donnerstag, 10. März
„Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein.“
So hatte es Karl Rahner formuliert. Es geht um die Zukunft des Glaubens. Viele Menschen sehnen sich nach Spiritualität, nach etwas, das dem Leben Halt und Struktur geben kann. Dabei ist der Begriff Spiritualität sehr vielschichtig, den nicht wenige für sich und ihre Angebote verwenden. Wo kann also der einzelne Mensch sich positionieren, zwischen dem institutionell festgefassten und ausformulierten Glauben und der offenen und pluralen Spiritualität der Mystik? Verschiedene Mystikerinnen und Mystiker werden bei der Suche nach einer Antwort helfen.

Donnerstag, 17. März
Die Frage nach Gott
Sie stellt sich nicht selten. Zwar gibt es sogenannte Gottesbeweise, doch können Sie bei der eigenen Suche eine Basis sein? Könnte der Glaube an Gott nicht vielleicht die Projektion kindlicher Wünsche sein? „Wer oder was ist sie oder er?“ brachte es einmal jemand herausfordernd auf den Punkt. Wie ist Gott überhaupt erfahrbar, schweigt Gott oder sind die Worte heute noch zu hören? Der Abend stellt verschiedene Annäherungen an die Gottesfrage vor.

Donnerstag, 31. März
Auferstehung der Toten
In Jerusalem machte nach dem Tod Jesu die Überzeugung die Runde, dass er lebe. Was war passiert? Die Antworten kreisen zwischen Scheintod und dem neuen Leben. Um was geht es letztlich im Glauben an die Auferstehung? Die Zeugnisse der frühen Christinnen und Christen können ein wenig Licht bringen. Dennoch wäre das allein zu kurz gegriffen. Im zweiten Schritt soll eine Brücke zu heute geschlagen werden, verbunden mit der Frage, was die Auferstehung Jesu in unserer Zeit bedeuten könne.

Donnerstag, 7. April
Zusammenbleiben im Mahl
Wie hat Jesus Eucharistie gewollt? Die Frage wird im ökumenischen Dialog unterschiedlich beantwortet. Spannend ist dabei, dass der Begriff Eucharistie im Neuen Testament selbst nicht vorkommt. Können heute alte Denkmuster noch weiterhelfen? Was das Neue Testament zeigt: Im Mittelpunkt stand bei Jesus ein politisches Zeichen, als er unterschiedliche Mähler gefeiert hat. Die Frage steht im Raum: Können diese prophetischen Aktionen heute noch Anstöße und Kraft geben?

Jeweils 19.30 bis 21 Uhr, Gemeindesaal St. Markus. Impulse zum Thema und Begleitung durch die Abende: Pastoralreferent Wolfram Rösch. Bitte beachten: Es gilt die 3G-Regel.