In der Welt mit Gott rechnen - Haller theologischer Studientag

Der diesjährige Studientag findet am Samstag, 21. November von 9 – 17 Uhr im Gemeindezentrum St. Markus statt. Im Mittelpunkt stehen die Gedanken der französischen Mystikerin Madeleine Delbrêl (1904 - 1964). Einer ihrer zentralen Gedanken lautet: „Wir Leute von der Straße glauben aus aller Kraft, dass diese Straße, dass diese Welt, auf die uns Gott gesetzt hat, für uns der Ort unserer Heiligkeit ist. Wir glauben, dass uns hier nichts Nötiges fehlt, denn wenn das Nötige fehlte, hätte Gott es uns schon gegeben.“ (Madeleine Delbrêl, in: Wir Nachbarn der Kommunisten. 1975, 49.)
Der Studientag möchte sich mit dem Gedankengut Madeleine Delbrêls beschäftigen und auseinandersetzen. Es lädt ein, mitten in der Welt mit Gott zu rechnen und ihn im scheinbar Unscheinbaren zu suchen. Diese Haltung prägte das Leben der Mystikerin Delbrêl, das die Nähe zu den Menschen und Gott sucht und sich mit spirituellem Tiefgang und politischem Engagement für Gerechtigkeit einsetzt.
Der Studientag besteht aus Impulsen zum Gedankengut von Madeleine Delbrêl, der eigenen Auseinandersetzung und im gegenseitigen Austausch. Vorträge und Gesprächsgruppen wechseln sich ab. Nach den Maßgaben der Corona-Verordnung ist ein Mittagessen geplant. Der Tag endet um 16.30 Uhr mit der Einladung zu einem gemeinsamen Gottesdienst. Die Unkosten betragen ca. 25 €. Referentin ist Dr. Maximiliane Eisenmann, die eine Doktorarbeit über Madeleine Delbrêl verfasst hat. Nach den Sommerferien erscheint ein Prospekt mit den einzelnen Inhalten des Tages. Weitere Informationen gibt es bei Wolfram Rösch oder erscheinen rechtzeitig auch auf der Homepage. Eine Anmeldung ist möglich unter bei Pastoralreferent Wolfram Rösch,Tel. 0791/9540413 oder wolfram.roesch@drs.de

Zur Priesterin berufen?! - Jacqueline Straub

Die katholische Theologin Jacqueline Straub behauptet von sich, zur katholischen Priesterin berufen zu sein. Ist das überhaupt möglich? Hat nicht der Vatikan und jüngst ganz deutlich der Ordination von Frauen zum Amt eine Absage erteilt? Kann andererseits aber ein Kirchenbild aufrechterhalten werden, das mehr die Bürgerlichkeit des 19. Jahrhunderts, als die Vielfalt der frühchristlichen Gemeinden widerspiegelt? Wie ist überhaupt, sei es bei Männern oder Frauen eine Berufung festzustellen und zu fixieren? Beruft der Heilige Geist nur im Rahmen der kirchlichen Gesetze oder ist da mehr Dynamik zu erwarten? Die Debatte um Berufungen wirft anscheinend mehr Fragen als Antworten auf.
Jacqueline Straub, Journalistin und Buchautorin fühlt sich seit ihrer Jugend zur römisch-katholischen Priesterin berufen und kämpft seit Jahren für mehr Gleichberechtigung für Frauen und Männer in der Kirche. Der britische Sender BBC hat sie auf die Liste «BBC 100 Women 2018» gewählt und zählt sie zu den 100 inspirierendsten und einflussreichsten Frauen der Welt.
Am Donnerstag, 25. Juni wird Jacqueline Straub Rede und Antwort stehen und ihren Berufungsweg vorstellen. Für sie ist die Berufung zum Priestertum keine Frage der Macht, sondern des Herzens. Der Vortrag mit Diskussion beginnt um 19.30 Uhr und findet im Gemeindezentrum St. Markus, Hagenbacher Ring 209 statt. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.
Bitte beachten: Aufgrund der Corona-Pandemie ist eine Anmeldung notwendig: Tel 0791 / 51354 oder 0791 / 9540413 wolfram.roesch(at)drs.de
Eine Kooperationsveranstaltung mit dem keb Schwäbisch Hall.

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