Dank an alle Sternsinger und Begleiter in der Gesamtkirchengemeinde

Unter dem Motto „Segen bringen, Segen sein! Frieden! Im Libanon und weltweit,“ waren in den ersten Januartagen 260 Kinder und Jugendliche mit 97 Begleitern unterwegs und haben zusammen bei ihren Hausbesuchen über 56 000.- € ersungen. Am 3. Januar fanden sich wieder Sternsingergruppen aller 5 Kirchengemeinden zum traditionellen Empfang im Rathaus in Schwäbisch Hall ein, um zusammen mit Oberbürgermeister Pelgrim, ein öffentliches Zeichen für Kinder in Not zu setzen.
Wir danken allen Sternsingern, den vielen Begleitern und Organisationsteams ganz herzlich, dass sie sich in ihren Ferien oder Urlaub Zeit genommen haben, bei der Sternsingeraktion 2020 mitzumachen. Herzlichen Dank auch allen die mit ihrer Spende dazu beigetragen haben, dass Kinder im Libanon und anderen armen Ländern der Welt, durch Projekte des Kindermissionswerks unterstützt werden können. Ein aufrichtiges Dankeschön allen, für den großartigen Einsatz.
Gabriele Bäumlisberger

Sternsingeraktion 2020

Wenn Menschen einander begegnen, begrüßen sie sich meist freundlich.  Ein Händedruck, ein Lächeln, eine Umarmung; man erkundigt sich, wie es dem anderen geht. Wir wünschen uns einen guten Tag, sagen „Grüß Gott!“ oder ein lockeres Hallo. Das ist erst einmal ein alltäglicher Vorgang, nicht der Rede wert. Und doch liegt in jeder Begrüßung, in jedem Zusammentreffen von Menschen, eine besondere Chance. „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“, schreibt der Philosoph Martin Buber: Nur da, wo Menschen aufeinander zugehen, Distanz über- winden und zueinander in Beziehung treten, ist wirkliches Leben möglich. Nur da ist auch Frieden möglich.
Doch ein Blick in unsere Welt zeigt: Es ist nicht selbstverständlich, dass wir einander in gegenseitiger Achtung begegnen. Seit Jahren nimmt die Zahl der Menschen wieder zu, die durch bewaffnete Konflikte ihr Leben verlieren oder ihre Heimat verlassen müssen. Täglich hören wir in den Medien von Gewalt und Unfrieden. Ablehnung, Intoleranz und Hass scheinen sich auszubreiten. Aufrüstung ist kein Tabu mehr – in der öffentlichen Diskussion in sozialen Netzwerken ebenso wenig wie in Wirtschaft und Politik. Können wir dagegen etwas ausrichten? Ist Frieden wirklich möglich?
Im Libanon, dem Beispielland der Aktion Drei-königssingen 2020, haben wir Menschen getroffen, die diese Frage entschieden mit „Ja“ beantworten. Frieden beginnt für sie, um es mit einem Wort von Mutter Theresa zu sagen, „mit einem Lächeln“. Frieden beginnt mit Begegnung. Dabei hat der lange Bürgerkrieg im eigenen Land tiefe Wunden hinterlassen. Die Gewalt im Nachbarland Syrien ist bedrohlich nah. Trotzdem finden im Libanon Menschen zusammen, die an die friedensstiftende Kraft der Begegnung glauben und aufeinander zugehen. Dabei ist der Weg zum Frieden nicht einfach. Vergangenes muss aufgearbeitet, Fremdes verstanden und Trennendes benannt werden. Nur dann können wir einander verstehen, annehmen und in Frieden miteinander leben.
Ihre Pfarrer Dirk Bingener, Präsident Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ und Katharina Norpoth, BDKJ-Bundesvorsitzende