Die Kirche muss vor Ort erreichbar sein

Gemeinsame Klausur aller Kirchengemeinderätinnen und - räte der Gesamtkirchengemeinde. Prozess Kirche am Ort - Kirche an vielen Orten gestalten. Präsenz vor Ort. Bündelung der Verwaltungsaufgaben.
„Wir sollten uns regelmäßiger treffen“, äußerte eine Kirchengemeinderätin und die 43 weiteren Anwesenden stimmten ihr zu. Der Anlass war eine gemeinsame Klausur am Samstag, 18. November. Gemeinsam Kirche gestalten, hieß das Motto. Wie das geschehen kann, diskutierten die Kirchengemeinderätinnen und -räte der fünf Kirchengemeinden, der Gesamtkirchengemeinderat und das Pastoralteam im Gemeindezentrum St. Markus. Die Moderation hatte Tobias Kriegisch, Dekanatsreferent in Aalen.
„Wie lautet das Kerngeschäft einer Kirchengemeinde?“, fragte Pfarrer Hertlein zu Beginn in seinem Impuls in die Runde. „Wir müssen nicht das machen, was andere Gruppierungen genauso gut oder sogar besser können wie wir. Unsere Aufgabe ist es, die frohe Botschaft vom Leben zu verkünden.“
Es war ein spannender Prozess, sich auszutauschen und dabei zu erfahren wie sich die einzelnen Mitglieder die Zukunft der Kirche wünschen. Nicht immer war es einfach, gleich eine gemeinsame Lösung zu finden, mussten doch zuerst die verschiedenen Vorstellungen geklärt werden, die im Raum standen.
„Die Kirche muss vor Ort erreichbar sein“, war einer dieser Wünsche, „doch gleichzeitig dürfen die Verwaltungsaufgaben nicht den größten Teil der Arbeit einnehmen“, lautete eine andere Forderung. Eine gemeinsame Stelle könnte die Verwaltungsaufgaben wie die Führung der Pfarrbücher, das FORUM und Teile der Öffentlichkeitsarbeit, sowie den Gottesdienstplan übernehmen. Vor Ort müsste es aber möglich sein, dass die Menschen eine Seelsorgerin oder Seelsorger verlässlich erreichen können, so die einhellige Meinung.
In vier Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmer konkret über drei Aspekte einer Kirchenentwicklung in Schwäbisch Hall: die Zusammenarbeit der einzelnen Kirchengemeinden und des Gesamtkirchengemeinderates, die Neustrukturierung der Verwaltung und eine mögliche Anlaufstelle in der Innenstadt. Fertige Lösungen gab es noch nicht, das war allen klar. Aber erste Schritte sind gemacht. Die einzelnen Kirchengemeinden haben jetzt die Aufgabe, die Ideen weiter zu entwickeln, besonders im Blick auf die gemeinsamen Aufgaben, die Bündelung der Verwaltung, die Bewirtschaftung der Immobilien und der Verkündigung des Evangeliums in der heutigen Zeit. Im kommenden Frühjahr ist die nächste Klausur im Rahmen des diözesanen Prozesses „Kirche am Ort - Kirche an vielen Orten gestalten“ geplant.
Wolfram Rösch

Freiräume für eine menschennahe Pastoral

Um die kirchlichen Immobilien und Finanzen ging es bei der Klausur aller Kirchengemeinderätinnen und –räte der Gesamtkirchengemeinde am Samstag, 17. März. Von 9 – 12 Uhr fand in St. Markus das gemeinsame Treffen statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, was notwendig ist, damit die kirchlichen Prozesse besonders in diesem Bereich effektiver werden können. Dadurch, so die Auffassung des Gremiums, können weitere Freiräume für eine menschennahe Pastoral entstehen.
Dekanatsreferent Tobias Kriegisch aus Aalen begleitete den Prozess. Der nächste Schritt wird die Überarbeitung der bestehenden Ortssatzung sein. Darüber werden dann die einzelnen Kirchengemeinderäte beschließen.

Brief der Gemeinde St. Markus an Bischof Dr. Gebhard Fürst

Der Kirchengemeinderat hat sich in mehreren Sitzungen mit der Situation der Kirche vor Ort beschäftigt. Daraus ist ein Brief an Bischof Dr. Gebhard Fürst entstanden.