Seelsorge in neuen Strukturen - Gemeindeversammlung

Am Samstag, 11. April, fand in der evangelischen St. Katharinenkirche eine Gemeindeversammlung aller fünf Kirchengemeinden in Schwäbisch Hall statt. Im Mittelpunkt stand der diözesane Prozess „Seelsorge in neuen Strukturen“. „Bewusst haben wir die Katharinenkirche als neutralen Ort gewählt“, erklärte Dekan Thomas Hertlein bei seiner Begrüßung. Im weiteren Verlauf des Vormittags informierte er über die kommenden Entwicklungen in der Katholischen Kirche. Deutlich machte er jedoch, dass Kirche dort geschieht, wo Menschen zusammenkommen und Gottesdienst feiern. Dass dieser nicht immer von einem Priester geleitet werden muss, sei in vielen Gemeinden schon gängige Praxis und müsse künftig verstärkt werden.
Aus verwaltungstechnischer Sicht muss die Anzahl der nicht sakral genutzten kirchlichen Gebäude um 30 % reduziert werden, was zu einer spürbaren Entlastung des Haushalts führen wird. Ebenso als Verwaltungsakt zu sehen ist die Reduzierung der bestehenden über 1.000 Pfarreien auf 50–80 „neue Kirchengemeinden“. Für den Landkreis Schwäbisch Hall bedeutet das zwei neue Kirchengemeinden, in die die bisher bestehenden Kirchengemeinden durch eine Union beitreten. Derzeit befinden sich die einzelnen Kirchengemeinden noch in einem Beratungsprozess, zu welcher neuen Kirchengemeinde sie sich orientieren wollen. Die Entscheidungen werden an das bischöfliche Ordinariat weitergeleitet, worüber letztlich Bischof Krämer entscheiden wird.
Für Herbst ist eine weitere Gemeindeversammlung geplant.